Anzeige
Anzeige
DoP Michael Kotschi dreht Frankfurt-Tatort mit der ARRI ALEXA 35

Free Download: Groß gedacht – DoP Michael Kotschi

Für den Frankfurter Tatort „Erbarmen. Zu spät.“ hatten Regisseur Bastian Günther und DoP Michael Kotschi eine ausgesprochen ambitionierte Idee, das leider sehr reale Thema der rechten Unterwanderung der Polizei filmisch zu gestalten. Dabei setzte Michael Kotschi nicht nur auf die brandneue ALEXA 35 mit Leitz Summicron-C- Primes, sondern auch auf Dreharbeiten in einem LED-Volume. Hier gibt es nun den kompletten Artikel zum kostenlosen Download!

PDF-Cover des Downloads "Groß gedacht"

Filme, die in nur einer Nacht zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen spielen, gibt es einige. „From Dusk Till Dawn“, der die Idee im Titel trägt, fällt zwar inhaltlich durch das Raster. Doch Martin Scorsese hat beispielsweise mit „After Hours“ als kleine Fingerübung vor „The Color of Money“ und „The Last Temptation of Christ” einen New Yorker Albtraum abgeliefert, der für seinen Protagonisten am Abend mit der wohl schnellsten Dollyfahrt aller Zeiten beginnt und erst bei Sonnenaufgang wieder vor seinem Büro endet.

Solche Werke taugen eigentlich für nur halbwegs große Budgets und somit für das Kino. Produziert man für das Fernsehen, ist man eigentlich gut beraten, um solche Konzepte einen großen Bogen zu machen, weil die logistischen und gestalterischen Herausforderungen zwar nicht unüberwindlich, doch teuer sind, besonders, wenn man nur außen dreht. Aber genau das war der Plan, den Regisseur Bastian Günther und DoP Michael Kotschi für die Tatort-Folge „Erbarmen. Zu spät.“ ausgeheckt hatten – und bei dem die Handlung eben während einer einzigen Nacht von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang im freien Gelände stattfinden sollte. Wer vermutet, dass ein ungewöhnlicher Tatort wie dieser bei Fernsehfilm-Chef Jörg Himstedt und seinem Team beim Hessischen Rundfunk angesiedelt ist, liegt richtig.

Dieser Tatort war aber auch der erste beim HR, bei dem die Produktion außer Haus vergeben wurde und an die U5 Filmproduktion ging – ein Umstand, den DoP Michael Kotschi, seit Mai 2022 im Vorstand des BVK, durchaus differenziert betrachtet. „Man hat sich aus Kostengründen dazu entschieden, sich die Eigenproduktion nicht mehr leisten zu wollen“, sagt er. „Aber dieser Schuss ist, ohne dass die Produktion irgendetwas falsch gemacht hätte, nach hinten losgegangen, weil Freiberufler eben nicht nach einer HR-Gage für Festangestellte, sondern in der heutigen Zeit natürlich nur übertariflich bezahlt arbeiten. Du findest ja im Moment kein Personal! Die Produktion ist also letztlich teurer geworden. Denjenigen, die gerade sozusagen den HR abwickeln, ist es aber egal, dass die Argumentation, warum das überhaupt gemacht wurde, nicht mehr zutrifft. Ich halte das für einen sehr interessanten Aspekt, weil ich den Eindruck habe, dass hier im Hintergrund gerade große Politik auf Kosten der Programmqualität gemacht wird. Die Arbeit mit der U5 war aber trotzdem sehr toll und erfolgreich.“ [15283]


Hier können Sie den Artikel „Groß gedacht“ aus unserer Ausgabe 1–2.2023 kostenlos herunterladen!


Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.