NAB Show 2026: Proton ergänzt Minikamera-Serie um PROTON PRO
von Uwe Agnes,
Zur NAB Show 2026 stellt Proton Camera Innovations mit der PROTON PRO eine neue Minikamera für Broadcast-Anwendungen vor. Das Modell kombiniert einen größeren Global-Shutter-Sensor mit integrierter Profi-Konnektivität.
Foto: Uwe Agnes
Mit der PROTON PRO erweitert Proton Camera Innovations sein Portfolio an Miniaturkameras um ein Modell, das gezielt auf professionelle Broadcast-Workflows ausgelegt ist. Im Gegensatz zu den stärker modularen Varianten der Serie setzt die PROTON PRO auf ein integriertes Konzept, das zentrale Funktionen direkt im Gerät vereint.
Die Kamera misst 30 x 30 x 49 Millimeter und wiegt 79 Gramm, basiert jedoch auf einem vergleichsweise großen 2/3-Zoll-Sensor mit Global Shutter. Diese Kombination zielt insbesondere auf Anwendungen im Sportbereich, wo schnelle Bewegungen und Kameraschwenks auftreten. Durch die gleichzeitige Auslesung des Sensors sollen typische Rolling-Shutter-Artefakte vermieden werden, was zu stabileren und präziseren Bildern führt. Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen soll die Kamera Vorteile bieten, denn der größere Sensor ermöglicht eine höhere Lichtempfindlichkeit und einen erweiterten Dynamikumfang, was den Einsatz in wechselnden Beleuchtungssituationen erleichtert.
Ein wesentlicher Unterschied zu bestehenden Modellen liegt in der Konnektivität. Die PROTON PRO bringt Funktionen wie Genlock zur Synchronisation in Mehrkamera-Setups, einen Audioeingang für Embedded Sound sowie Steuerungsmöglichkeiten für Objektive direkt mit. Über einen C-Mount können unterschiedliche Optiken eingesetzt werden, was die Kamera flexibel für verschiedene Anwendungen macht. Damit positioniert Proton das Modell als sofort einsetzbare Lösung für Produktionen, die keine individuellen Konfigurationen aufbauen wollen. Während andere Kameras der Serie stärker auf modulare Erweiterungen setzen, richtet sich die PROTON PRO an Anwender, die eine kompakte, aber vollständige Broadcast-Kamera „out of the box“ benötigen.