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NAB Show 2026: Grass Valley bündelt Infrastruktur in AMPP-Plattform

Grass Valley zeigt auf der NAB Show eine erweiterte Media-Infrastructure-Strategie. Ziel ist es, SDI-, IP- und Cloud-Workflows in einer einheitlichen Umgebung zusammenzuführen.

NAB 2026 Grass Valley
Foto: Grass Valley

Grass Valley treibt die Integration von Hardware- und softwaredefinierten Produktionsumgebungen weiter voran und stellt zur NAB Show 2026 eine erweiterte Media-Infrastructure-Architektur vor. Im Zentrum steht die AMPP-Plattform, die Routing, Signalverarbeitung und Orchestrierung in einer gemeinsamen Betriebsebene zusammenführen soll.

Kern des Ansatzes ist die Kombination aus der Gateway-Karte ACE-3901, der AMPP Orchestration und dem inzwischen nativ auf MXL ausgelegten AMPP OS. Damit lassen sich Produktionsworkflows über unterschiedliche Infrastrukturen hinweg abbilden – von klassischem SDI über IP bis hin zu cloudbasierten Setups. Ziel ist es, bestehende Systeme einzubinden und gleichzeitig den Übergang zu hybriden Produktionsmodellen zu erleichtern.

Ein zentrales Element ist die neue ACE-3901-GRID-Applikation, die eine hochdichte Anbindung von SDI-Signalen an die AMPP-Umgebung ermöglicht. In Kombination mit der Orchestrierungsebene entsteht eine einheitliche Steuerung für Routing und Signalverarbeitung über unterschiedliche Plattformen hinweg.

Auch bei der Integration externer Quellen setzt Grass Valley auf Offenheit: AMPP OS unterstützt neben NDI auch Dante-Audio sowie Beiträge aus Systemen wie TVU MediaMesh oder Zoom ISOcloud. Damit lassen sich unterschiedliche Signalquellen in einer gemeinsamen Infrastruktur verarbeiten, ohne zusätzliche dedizierte Empfangssysteme zu benötigen.

Für bestehende Installationen bleibt die Kompatibilität mit etablierten Steuerungssystemen erhalten. Über Integrationen wie TSL Hummingbird können Legacy-Systeme weiterhin eingebunden und gemeinsam mit softwarebasierten Workflows betrieben werden. Gleichzeitig ermöglicht die Plattform eine dynamische Skalierung von Ressourcen – etwa durch das Bereitstellen kompletter Produktionsumgebungen über vordefinierte Templates.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Vereinheitlichung der Bedienung: Routing, Processing und Orchestrierung sollen aus Sicht des Operators als ein System erscheinen, unabhängig davon, ob die Signale lokal, IP-basiert oder in der Cloud verarbeitet werden. Mit der Weiterentwicklung seiner Media Infrastructure positioniert sich Grass Valley klar in Richtung softwaredefinierter, skalierbarer Produktionsumgebungen, in denen klassische Systemgrenzen zunehmend verschwimmen.

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