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Disponentin aus Leipzig

Drei Fragen an … Carina Milkereit

Unsere Drei Fragen beantwortet dieses Mal Carina Milkereit. Sie ist Disponentin bei Maier Bros. in Leipzig und hat uns in unserer Ausgabe 3.2021 verraten, warum sie Hip-Hop-Gassenhauer meidet.

1. Was ist dein Arbeitsschwerpunkt?
Hauptsächlich bin ich als Disponentin bei Maier Bros. Leipzig für die Lichtabteilung zuständig. Das beginnt damit, dass ich eine Lichtanforderungsliste von Oberbeleuchter*in beziehungsweise Kamerafrau oder Kameramann erhalte und diese dann Position für Position in unser Dispoprogramm eingebe. Oftmals bespreche ich auch hier schon mögliche Alternativen oder räume Unklarheiten aus. Danach erhält die Produktionsleitung ein Angebot von uns und es wird verhandelt. Wenn es dann reduzierte oder geänderte Listen gibt, passe ich die immer wieder in unserem Programm an, bis die Produktion, die Techniker*innen und wir zufrieden sind. Dann geht es daran, Fehlmengen und Artikel, die wir in dem Zeitraum nicht vor Ort haben, zu organisieren. Dafür erstelle und plane ich Transfers zwischen unseren verschiedenen Standorten, spreche mit anderen Rentals über Anmietungen oder kaufe nach Beratung mit der Geschäftsführung auch neue Artikel ein.

Wenn die Lichtcrew am Ladetag zu uns kommt, um die Technik zu checken und die LKWs zu beladen, bin ich da und betreue sie bei allen kleinen und größeren Problemen und Wünschen, die an diesem Tag (beziehungsweise Tagen) so auftauchen könnten. Außerdem bearbeite ich die Ladlisten, damit alles, was unser Haus verlässt, auch richtig erfasst ist. Während der Drehzeit betreue ich die Crew per Telefon und Mail zu allen technischen Fragen und Wünschen, organisiere Zusatzmaterial und versuche, alle aufkommenden Probleme zu lösen. Darüber hinaus bin ich seit diesem Jahr standortübergreifend für alle strategischen Einkäufe bei Maier Bros. zuständig. Außerdem betreue ich unseren Lehrgangsteilnehmer, leite das Lichtlager und lerne neue Mitarbeiter*innen an.

Insgesamt macht mir meine Arbeit sehr viel Spaß. Vor allem, weil sie so abwechslungsreich ist. Gerade wenn es stressig ist und man schnell Lösungen für auftretende Probleme finden muss, bin ich in meinem Element. Außerdem bin ich in der Disposition sehr genau – meine Kolleg*innen würden vielleicht sagen übergenau – aber gerade das macht nun mal eine gute Disponentin aus.

2. Bist du in einem Verband aktiv?
Ich bin zahlendes Mitglied beim Bundesverband Beleuchtung und Kamerabühne e.V. (BVB), muss aber zugeben, dass ich da nicht sehr aktiv bin. Als ich 2009/10 das Jahrespraktikum bei Maier Bros. gemacht habe, gab es das erste Jahr danach die Mitgliedschaft geschenkt und danach bin ich dann einfach dabeigeblieben. In den ersten Jahren nach dem Praktikum habe ich erst als Lichtassistentin, dann auch als Beleuchterin bei diversen Kino- und Fernsehproduktionen gearbeitet. Da war es ganz gut, in einem Verband zu sein. Seit 2014 bin ich allerdings festangestellt bei und gehe seit zwei bis drei Jahren auch gar nicht mehr als Beleuchterin ans Set. Aber irgendwie wollte ich mich von der Mitgliedschaft nicht trennen. Ich unterstütze mit meinem Mitgliedsbeitrag sehr gern die Arbeit des Vereins und ich finde es auch gut, über die Website und Newsletter immer mal zu sehen, wie es „da draußen“ so zugeht und welche Neuerungen es gibt, besonders auch bei den Tarifverhandlungen und in puncto Arbeitsschutz. Da hat sich in den letzten Jahren ja schon sehr viel in die richtige Richtung getan.

3. Wofür schlägt dein Herz außerhalb der Arbeit?
Natürlich habe ich auch ein Leben außerhalb meiner Arbeit und ich denke, den größten Teil nimmt dabei die Musik ein. Ich sammle bereits seit 1995 Schallplatten, hauptsächlich US Underground und Instrumental Hip Hop, gerne auch Neo Soul und Future Beats. Während meines Mediengestaltungsstudiums in Weimar habe ich dann angefangen, bei kleineren und größeren Events als DJ aufzulegen. Das tue ich immer noch mit großer Begeisterung auch in meiner Wahlheimat Leipzig und ab und zu in anderen deutschen Städten. So habe ich mir einen kleinen, aber feinen Fan-Kreis aufgebaut und werde immer wieder gern gebucht, auch wenn ich nicht unbedingt die Hip-Hop-Gassenhauer spiele. Ich kaufe und spiele nur Platten, die ich gern in meiner Sammlung habe. Da ich davon nicht leben muss, kann ich mir das erlauben. Für mich ist das Auflegen ein liebgewonnenes Hobby. [14194]

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