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"Raubbau an Körper und Geist"?

Verbände PRO Tarif bezeichnen Tarifabschluss als enttäuschend

Es hat eine Weile gedauert, bis sich die in “Verbände PRO Tarif” zusammengeschlossenen Berufsorganisationen, darunter der BVK, eine Meinung zum Tarifabschluss für Filmschaffende gebildet haben. Aber in solchen Fragen ist eine sorgfältige Einschätzung sicher der Eile vorzuziehen.

Das Ergebnis, auf das Ende Mai die Produzentenallianz und die Gewerkschaft ver.di geeinigt hatten, wird von den Verbänden PRO Tarif mit “überwiegender Enttäuschung” zur Kenntnis genommen. Dabei gerät besonders die vereinbarte Gagenerhöhung von durchschnittlich 7 % innerhalb von drei Jahren in die Kritik, da sie wirtschaftlich betrachtet lediglich einem Inflationsausgleich nahekäme.

Auch stelle die im Tarifabschluss festgelegte Ergänzung des Gagentarifvertrages um einige Berufsgruppen für nur sehr wenige Filmschaffende eine Verbesserung dar, wobei sich andere Berufsgruppen energisch gegen diese Aufnahme gewehrt hätten. Generell spiegele das das Gesamtgefüge der Gagen nur unzureichend die künstlerische Leistung und Verantwortung wider, und bei den tagtäglichen Arbeitsbedingungen für die Filmschaffenden seien keine wesentlichen Verbesserungen zu beobachten.

Gelobt wird allerdings, dass im Tarifvertrag wie von den Berufsverbänden gefordert eine breitere Berücksichtigung der Altersvorsorge durch die Pensionskasse Rundfunk aufgenommen wurde.

Den genauen Wortlaut können Sie hier beim Bundesverband Kinematografie (BVK) finden.

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