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Canon stellt die Hybridkamera EOS R5 C vor

Hybrider Alleskönner – Canon kündigt EOS R5 C an

Nach der EOS R3, einer DSLM, die hauptsächlich für Fotos entwickelt wurde, aber auch zum Filmen geeignet ist bringt Canon nun die EOS R5 C heraus – eine Filmkamera, die auch zum Fotografieren geeignet ist. Was bietet die neue Schwester der R5 und wie positioniert Canon die kleine Cine-Kamera?

Canon EOS R5 C mit Netzteil

Bereits seit der Vorstellung der Canon 5D Mark II im Jahr 2008 sind Fotokameras mit Videofunktion nicht mehr aus dem Film-Bereich wegzudenken. Einige Jahre später wurde dann mit der Canon 1D C eine Spiegelreflexkamera speziell zum Filmen vorgestellt. Auf den Spuren der 1D C stellt Canon nun die EOS R5 C vor, die die Lücke zwischen den spiegellosen Fotokameras und den Gehäusen der Cinema-Serie schließen soll. Der Body basiert grundlegend – wie der Name schon vermuten lässt – auf dem der EOS R5. Geändert wurde das Tastenlayout und einiges unter der Haube. Außerdem ist das Gehäuse deutlich größer als das der R5, weil es um einen aktiven Lüftungskanal ergänzt wurde. Damit sind nun die größten Kritikpunkte der R5 im Bereich Video aus dem Weg geräumt: die Kamera hat bei allen Auflösungen keine Probleme mit Überhitzung.

Canon EOS R5 C
Die aktive Kühlung sorgt für eine unterbrechungsfreie Nutzbarkeit der Kamera.

Innenleben

Das Kernstück der Canon EOS R5 C ist der bereits aus der R5 bekannte 45-Megapixel-Sensor. Allerdings wurde der stabilisierte Sensor nun fixiert und verfügt damit nur noch über eine digitale Bildstabilisierung. Grundlegend stehen damit auch die gleichen Aufnahmeformate wie gehabt zur Verfügung. Aufzeichnungen in 8K-12-Bit-RAW sind mit bis zu 60p intern verfügbar, wobei dafür eine externe Stromversorgung die Voraussetzung ist. Canon zeigt mit der neuen Kamera drei neue RAW-Varianten: RAW HQ (High Quality), RAW ST (Standard Quality) und RAW LT (Light Quality). Je nach Aufgabenstellung und Produktionsprozess kann der passende Modus ausgewählt werden. Auch der 4K-Oversampling Modus, sowie eine 120p-Option bei 4K sind wieder mit an Bord. Das angenehme: nun kann die Aufnahme unlimitiert lang werden. Auch die Fokus-Möglichkeiten sind aus der EOS R5 übernommen. Auf Seite der Farbprofile können unter anderem Canon Log 3 und Canon Log verwendet werden.

Gehäuse

Nimmt man die Canon EOS R5 C in die Hand, so fällt schnell der tiefere Body mit den üppigen Kühlrippen auf. Trotz der höheren Maße liegt das Gewicht des Bodys bei gerade einmal 680 Gramm. Der Objektivanschluss ist nach wie vor ein RF-Mount. EF-Optiken sind mit den von Canon angebotenen Adapterringen weiterhin nutzbar. An der Rückseite sind ein elektronischer Sucher und ein dreh- und schwenkbares Display verbaut. Die Bedienelemente sind fürs Filmen angepasst und im Menü frei belegbar. Auf der Oberseite findet sich wie schon bei der EOS R3 ein neuer Blitzschuh, der die Verwendung von Zubehörgeräten, wie Mikrofonen und Tonadaptern ohne eine zusätzliche Verkabelung ermöglicht. Mit dabei ist auch ein separater Timecode-Anschluss.

Canon EOS R5 C Timecode Anschluss
Die EOS R5 C hat einen separaten Timecode-Anschluss an der linken Seite. (Bild: CANON INC.)

Foto und Video

Die EOS R5 C ist eine echte Hybridkamera. Besonders klug gelöst ist die Umschaltung zwischen Foto- und Videomodus. Hatte man sonst einfache Foto-Kameras mit Videomodus, so hat man hier eine vollwertige Foto- und eine vollwertige Videokamera: Ein Kippschalter auf der linken Oberseite gibt an, ob sich die Kamera im Foto- oder Videomodus befindet. Startet man den Videomodus, so erwirkt die R5 C den Eindruck, sie sei eine echte Cinema EOS inklusive der vertrauten Menüführung. Schiebt man den Regler auf Foto, so ist sie wie eine herkömmliche EOS R5 mit Canons Foto-Menüs zu verwenden. Durch die Trennung der beiden Modi verspricht der Hersteller eine gleich gute Nutzbarkeit für professionelle Videoproduktionen und Fotografie. Damit dürfte sich die Kamera besonders für Content Creators, aber auch für kleinere Produktionen, News und als B-Kamera eignen.

Canon EOS R5 C mit XLR-Adapter und Mikrofon.
Mit dem neuen Zubehörschuh können externe Geräte wie ein XLR-Adapter angeschlossen werden. (Bild: CANON INC.)

Zusammengefasst: Die EOS R5 C ist eine spannende Hybridkamera, mit der sich Canon verspricht, die Lücke zwischen DSLM wie der EOS R3 und Kameras der Cinema-Serie wie der EOS C70 zu schließen. Die Canon EOS R5 C ist voraussichtlich ab März 2022 zum Preis von 4.999,00 Euro zu haben.


Software-Update für Canon C70

Neben der neuen EOS R5 C hat Canon ein Software-Update für die C70 angekündigt. Damit kann die Cinema-Kamera künftig auch in RAW aufzeichnen. Dafür steht Canons neues Cinema RAW Light LT zur Verfügung. Zusätzlich wird eine XF-AVC-Proxy-Aufnahmefunktion implementiert. Dank Cinema RAW Light LT und neuen Frame- und Intervall-Aufnahmeoptionen wie Stop-Motion-Verfahren und Zeitraffer-Video sollen sich mit der EOS C70 neue kreative Möglichkeiten und eine verbesserte Bildqualität realisieren lassen. Das Update ist ab März 2022 verfügbar.


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