Anzeige
Anzeige
News von der IBC 2026 - powered by Riedel

IBC 2026: Fujifilm baut ETERNA 55 zum Kamerasystem aus

Fujifilm erweitert die GFX ETERNA 55 auf der IBC 2026 um einen speziell entwickelten elektronischen Sucher und eine neue Remote-App. Der VF-GFXC2 ist auf die 4:3-Open-Gate-Aufzeichnung der Large-Format-Kamera zugeschnitten, während ETERNA ProRemote die Bedienung und das Monitoring von bis zu vier Kameras über iPhone und iPad ermöglicht.

IBC Fujifilm
Foto: Fujifilm

Mit der GFX ETERNA 55 ist Fujifilm im vergangenen Jahr erstmals mit einer eigenen digitalen Kamera in den professionellen Cine-Markt eingestiegen. Nun beginnt der Hersteller, die Kamera um Werkzeuge zu ergänzen, die für den Einsatz innerhalb professioneller Produktionsumgebungen wichtig sind.

Der neue elektronische Sucher VF-GFXC2 wurde speziell für die ETERNA 55 entwickelt. Auffällig ist vor allem sein Displayformat: Statt eines üblichen 16:9-Panels verwendet Fujifilm ein OLED-Display im Seitenverhältnis 4:3. Damit lässt sich bei Open-Gate-Aufzeichnung die gesamte Sensorfläche ohne Beschnitt im Sucher darstellen.

Sucher folgt dem Open-Gate-Format

Das OLED-Panel besitzt eine Auflösung von 2.048 × 1.536 Bildpunkten und erreicht laut Fujifilm eine maximale Helligkeit von 1.000 Nits. Eine 1,0-fache Vergrößerung soll insbesondere die Beurteilung der Schärfe erleichtern.

Auch die Bedienung wurde auf den Einsatz an einer Cine-Kamera abgestimmt. Funktionstasten liegen unmittelbar am Sucher, und Fujifilm hat nach eigenen Angaben auch den Widerstand der Dioptrienverstellung auf eine präzise Bedienung ausgelegt. Der VF-GFXC2 soll noch 2026 auf den Markt kommen.

Interessant ist vor allem die Entscheidung für das native 4:3-Format. Open Gate wird damit nicht nur zu einem zusätzlichen Aufzeichnungsmodus, sondern bestimmt auch die Gestaltung des Kamerazubehörs. Der Kameramann sieht tatsächlich den gesamten aufgenommenen Bildbereich und kann bereits beim Dreh beurteilen, welche Reserven für unterschiedliche spätere Bildformate vorhanden sind.

ETERNA ProRemote steuert bis zu vier Kameras

Die zweite Neuheit betrifft die Bedienung abseits der Kamera. ETERNA ProRemote verbindet die ETERNA 55 über Bluetooth, WLAN oder kabelgebundenes LAN mit iPhones und iPads.

Fujifilm bietet drei Verbindungsmodi. Im einfachen Bluetooth-Modus lassen sich unter anderem Aufnahme und Power-Zoom steuern sowie Einstellungen sichern und übertragen. Die beiden Advanced-Modi erweitern das System um Live View und weitergehende Fernsteuerung. Dabei lassen sich Kameraeinstellungen sowie Fokus, Blende und Zoom direkt über das Mobilgerät verändern.

Im Advanced-Multiple-Modus können bis zu vier ETERNA-55-Kameras über WLAN oder kabelgebundenes LAN verbunden werden. Smartphone oder Tablet können gleichzeitig als zusätzlicher Monitor dienen. Die App soll Ende September kostenlos für iOS und iPadOS verfügbar werden.

Aus der Kamera wird ein System

Beide Ankündigungen wirken für sich betrachtet zunächst wie Zubehör. Zusammengenommen zeigen sie aber, wohin Fujifilm mit der ETERNA 55 will. Der Hersteller baut um seine erste digitale Cine-Kamera schrittweise ein Produktionssystem auf.

Das ist gerade bei einer Kamera dieser Klasse entscheidend. Sensorgröße und Bildqualität allein machen noch keine professionelle Cine-Plattform. Ebenso wichtig sind Sucher, Remote-Bedienung, Monitoring, Objektivintegration und die Möglichkeit, eine Kamera in unterschiedliche Setups einzubinden.

Gleichzeitig taucht hier erneut eine Entwicklung auf, die auf der IBC 2026 an mehreren Stellen sichtbar ist: Die Bedienung löst sich zunehmend vom eigentlichen Kameragehäuse. Die ETERNA 55 kann klassisch über einen dedizierten Sucher betrieben werden, gleichzeitig aber auch Teil eines Remote- oder Multikamera-Setups werden. Fujifilm deckt damit mit zwei sehr unterschiedlichen Neuheiten beide Seiten professioneller Kamerabedienung ab.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.