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IBC 2026: Atomos erweitert Monitoring mit Shinobi 7 II und Shogun AV-19M

Atomos stellt auf der IBC 2026 zwei neue Produktionsmonitore vor. Der Shinobi 7 II kombiniert ein 7-Zoll-Display mit 2.800 Nits und Kamerasteuerung über USB-C. Der 19 Zoll große Shogun AV-19M ist dagegen für Studio, Broadcast und Live-Produktion ausgelegt und verbindet NDI-HX3-Monitoring mit 12G-SDI und HDMI.

IBC Atomos
Foto: Uwe Agnes

Mit den beiden Neuheiten erweitert Atomos sein Monitorprogramm in unterschiedliche Richtungen. Der Shinobi 7 II ist als vergleichsweise leichter On-Camera-Monitor für Film- und Fotoproduktionen gedacht. Der Shogun AV-19M sitzt dagegen im Rack und adressiert unter anderem Regien, Ü-Wagen, Video Villages und mobile Flypacks. Gemeinsam ist beiden, dass der Monitor zunehmend zusätzliche Aufgaben innerhalb des Produktionsworkflows übernimmt.

Shinobi wird größer und heller

Der Shinobi 7 II besitzt einen 7 Zoll großen HDR-Touchscreen mit einer maximalen Helligkeit von 2.800 Nits. Damit soll das Display auch bei Außenaufnahmen und direktem Sonnenlicht für Fokus- und Belichtungskontrolle nutzbar bleiben. Log-, HLG- und PQ-Signale werden unterstützt; laut Atomos können mehr als zehn Blenden Dynamikumfang dargestellt werden. Eigene 3D-LUTs lassen sich für die Vorschau verwenden.

Zu den Monitoring-Werkzeugen gehören EL Zone und False Color, Waveform, Vektorskop, RGB Parade, Zebra und Focus Peaking. Hinzu kommen Anamorphic De-Squeeze, Frame Guides und Grid Marker.

Über USB-C kann der Monitor bei kompatiblen Kameras zugleich zentrale Einstellungen übernehmen. Blende, Verschlusszeit beziehungsweise Shutter Angle, ISO und Weißabgleich lassen sich direkt am Shinobi verändern. Bei unterstützten Kameras stehen außerdem Touch-to-Focus und eine Auslösung für Fotoaufnahmen zur Verfügung. Atomos unterstützt bei seiner Kamerasteuerung inzwischen Modelle unter anderem von Canon, Panasonic, Sony, Fujifilm und Nikon.

Eine weitere Neuerung ist die Kalibrierung direkt am Gerät mit kompatiblen Messsonden. Ein zusätzlicher Rechner wird dafür nicht benötigt. Als Videoschnittstelle stehen HDMI-Ein- und Ausgang bis 4K/30p zur Verfügung. Die Stromversorgung kann über USB-C PD, NP-F-Akkus oder einen optionalen DC-Adapter erfolgen.

Shogun AV-19M verbindet SDI und IP

Einen anderen Einsatzbereich adressiert der Shogun AV-19M. Sein 19-Zoll-Touchscreen bietet 4K-Auflösung, HDR-Darstellung und DCI-P3-Farbraum. Der Monitor ist für den Rackeinbau vorgesehen und kombiniert klassische Videoschnittstellen mit IP-Monitoring.

Über Ethernet kann der AV-19M NDI HX3 empfangen. Ein einzelnes NDI-Signal lässt sich bildschirmfüllend darstellen, alternativ können bis zu vier NDI-Quellen gleichzeitig als Quad View angezeigt werden.

Für konventionelle Infrastruktur besitzt der Monitor jeweils einen 12G-SDI-Ein- und -Ausgang sowie HDMI-Ein- und -Ausgang. SDI- oder HDMI-Signale werden einzeln bildschirmfüllend dargestellt. Hinzu kommen XLR-Audioausgänge und frei belegbare Funktionstasten. Für die Bildkontrolle stehen unter anderem EL Zone, Focus Peaking und Waveform zur Verfügung.

Für mobile Produktionen bietet Atomos zudem ein optionales Flypack an, mit dem sich der Rackmonitor geschützt transportieren und vor Ort einsetzen lässt.

Der Monitor wird Teil des Workflows

Beide Geräte zeigen auf unterschiedliche Weise, wie sich die Aufgabe eines Produktionsmonitors erweitert. Beim Shinobi 7 II wandern Funktionen der Kamera auf den Touchscreen des Monitors. Beim Shogun AV-19M verschwimmt dagegen die Grenze zwischen klassischem Baseband- und IP-Monitoring.

Gerade letzteres fügt sich in eine Entwicklung ein, die auf der IBC 2026 an vielen Stellen sichtbar wird: SDI verschwindet nicht einfach zugunsten von IP. Stattdessen müssen Geräte zunehmend mit beiden Welten umgehen können. Beim Shogun AV-19M stehen deshalb NDI, 12G-SDI und HDMI nebeneinander.

Beim Shinobi zeigt sich gleichzeitig ein Trend, den wir bereits bei anderen IBC-Neuheiten beobachten konnten: Der Monitor dient nicht mehr ausschließlich der Beurteilung des Kamerabildes, sondern entwickelt sich zunehmend zur externen Bedienoberfläche der Kamera.

Der Shinobi 7 II soll noch im September für 499 Euro beziehungsweise US-Dollar vor Steuern erhältlich sein. Der Shogun AV-19M folgt im Oktober für 1.899 Euro beziehungsweise US-Dollar vor Steuern.

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