Die leat con holt mit Calvin Hollywood einen der bekanntesten deutschsprachigen Content Creator und Social-Media-Strategen in das Experience Studio in der AI & Future Workflows Zone.
Foto: privat
Bekannt wurde Hollywood zunächst als Photoshop-Artist und Fotograf, später als YouTuber, Coach und Unternehmer. Heute beschäftigt er sich vor allem mit KI-gestützter Content-Erstellung und deren Auswirkungen auf kreative Berufe. Auf der leat con steht für ihn im Zentrum, wie sich Sichtbarkeit und Personal Branding im Zeitalter von AI-Content verändern.
Für Hollywood geht es dabei vor allem darum, dass die technischen Limitierungen kreativer Arbeit zunehmend verschwinden. „Es gibt meiner Meinung nach nichts mehr, was man nicht visualisieren kann“, sagt er. Viele Ideen seien früher schlicht an Budget, Genehmigungen oder technischen Möglichkeiten gescheitert. Heute lasse sich vieles an Production Value mit KI-gestützten Workflows simulieren oder vorbereiten, was früher große Produktionen vorausgesetzt hätte.
Entsprechend deutlich fällt seine Einschätzung zum aktuellen Wandel aus: „Das ist kein Trend mehr, das ist die neue Realität.“ Skepsis gegenüber KI könne er zwar nachvollziehen, gerade bei klassischen Kreativen oder im Broadcast-Umfeld. Problematisch werde es aus seiner Sicht aber dann, wenn diese Skepsis in grundsätzliche Verweigerung umschlage. „Ich verstehe zwar die Sorge, aber ich verstehe nicht, wenn man zu lange in dieser Emotion bleibt“, so Hollywood. Wer sich nicht mit den neuen Werkzeugen beschäftige, riskiere, den Anschluss zu verlieren.
Gleichzeitig sieht er in der aktuellen Entwicklung keinen vollständigen Ersatz realer Erlebnisse. Gerade Live-Formate, Events und gemeinsame Erfahrungen würden eher an Bedeutung gewinnen. Als Beispiel nennt er Livestreams und Sportübertragungen, bei denen KI bereits heute in Echtzeit Statistiken, Analysen und Visualisierungen ergänze. Das eigentliche Erlebnis bleibe jedoch live und menschlich. „Die Leute wollen live einfach echt erleben“, sagt Hollywood.
Diese Verbindung aus Technologie und Persönlichkeit sieht er auch im Bereich Social Media. Dort beobachtet er eine deutliche Verschiebung: „Aus Social Media wurde Content Media, jetzt kommt bald AI Media.“ Umso wichtiger werde es künftig, trotz KI-gestützter Produktion eine erkennbare eigene Haltung zu bewahren. Personal Branding bedeute für ihn weit mehr als Selbstdarstellung. „Da geht es um Werte, Prinzipien und Menschlichkeit“, betont Hollywood.
Auf der leat con möchte er deshalb nicht nur neue KI-Workflows zeigen, sondern vor allem erklären, wie sich AI-Tools nutzen lassen, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren. Denn gerade in einer zunehmend automatisierten Medienwelt könnte genau das zum entscheidenden Unterschied werden.
leat con 26 im Überblick
Datum: 6.–8. Oktober 2026 Ort: Hamburg Messe, Hallen A1, A2 & A4 Hubs: Live Tech, Stage Tech, Broadcast, Install, Communicate
Tickets: ab 5. Juni 2026 unter www.leatcon.com/tickets/