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Film & TV Kamera 3.2022: Das neue Heft ist da!

Cover der Ausgabe 3.2022 von Film & TV KameraLiebe Film- & Medienschaffende,

wie schon in der vergangenen Ausgabe hat sich auch in diesem Heft unversehens ein kleiner inhaltlicher Schwerpunkt ergeben: Wir werfen gemeinsam mit dem Kreativteam einen Blick auf die Bildgestaltung bei der zweiten Staffel der Sky-Serie „Der Pass“, die seit dem 21. Januar läuft und wie schon die Season 1, derzeit noch zu sehen in der 3Sat-Mediathek, visuell spektakulär geraten ist.

Dabei beleuchten wir die gestalterischen Prozesse sowohl am Set als auch in der Postproduktion: Wir sprachen mit DoP Philip Peschlow und Martin Szafranek, der als Senior Colorist beim Post-Haus Cine Plus für das Projekt verantwortlich war. Beide haben uns spannende Einblicke in ihre Arbeit gewährt und erläutern ab den Seiten 8 und 32, wie sie in kreativer Zusammenarbeit den markanten Look der Serie geschaffen und weiterentwickelt haben.

Doch der Look ist nicht alles. Es ist auch bemerkenswert, unter welchen Bedingungen er entsteht – oder sollte man sagen, trotz welcher Bedingungen? Es ist erstaunlich, dass eine so ausgefeilte Bildsprache für eine Hochglanz-Serie bei einem Pensum zu erreichen ist, das sich mit fünf bis sechs Minuten fertigem Produkt pro Tag im Bereich vom Mainstream-TV bewegt. Das zeigt zum einen, was in einem hochprofessionellen Umfeld möglich ist.

Auf der anderen Seite kann so etwas kaum nachhaltig sein, zumal wenn man die Gesamtdauer eines solchen Seriendrehs in Betracht zieht, der gerne um die 80 Drehtage liegt. Da wundert es nicht, dass sich Top-Kreativteams nach einer anfänglichen Begeisterung für das Format „Streaming- Serie“ aus diesem Bereich zurückziehen und sich im szenischen Bereich lieber dem zeitlich überschaubareren Spielfilm zuwenden.

Man kann indes niemandem zum Vorwurf machen, dass er mit den eigenen Kräften sorgsam umgeht und haushaltet, im Gegenteil. Für die Serien ist die Entwicklung, dass die Spitzenkräfte abwandern, aber äußerst schade – denn Durchschnittskost gibt es schon genug.

Ihr
Uwe Agnes
Chefredakteur

 

Ausgabe 3.2022

 

FOKUS

  • Editorial
  • Drei Fragen an … Victor Voß aus Berlin

AT WORK

  • Düster wie im Märchen „Der Pass“ DoP Philip Peschlow hat uns erklärt, wie er bei der Sky-Serie „Der Pass“ den Look der ersten Staffel für die Season 2 weiterentwickelte und mit welchen Mitteln ihm das gelang.
  • Mitten ins Milieu DoP Christian Huck fand für den Serienpiloten von „Schmutzige Herzen“ eine Bildästhetik, die sich nicht an Vorbildern abarbeitet. Wir sprachen mit dem kreativen Team und Produzent Oliver Krupp über die Dreharbeiten.

SPEZIAL

  • Lebendiger Klassiker Wir setzen unseren Podcast „Meine Lieblingsszene“ auch im Jahr nach dem Heftjubiläum fort! Diesmal hat DoP Katharina Dießner„Solo Sunny“ von Konrad Wolff und DoP Eberhard Geick mitgebracht.

IM TEST

  • Lichtbaukasten Herbert Bernstädt ist dem LED-Scheinwerfer ARRI Orbiter für einen Praxistest zu Leibe gerückt.

HANDS-ON

  • Mut zur Farbe „Der Pass“ Martin Szafranek war als Senior Colorist für beide Seasons von „Der Pass“ verantwortlich. Er hat uns verraten, was den Look der Staffeln unterscheidet und was ihn beim Grading besonders herausgefordert hat.
  • Distanz und Emotion Manche Bilder können in dokumentarischen Formaten nicht gezeigt werden. Dann kommen oft Animationen zum Einsatz. Der Hamburger Illustrator Jörn Peper sagt uns, was dabei wichtig ist und wie er arbeitet.
  • Qualität aus Leidenschaft Christos Pateludis und Reno Bornkamm haben mit „Filmscan & more“ eine neue Firma gegründet. Gerdt Rohrbach wollte wissen, was sie anders machen als andere Anbieter.

AUF EINEN BLICK

  • Canon EOS R5 C: Hybrider Alleskönner
  • Technologie
  • Menschen
  • Branche

BRANCHE

  • Nachwuchsqualifizierung für virtuelle Sets Virtuelle Sets liegen im Trend. Doch sie brauchen qualifiziertes Personal. Eine Kooperation der Filmuniversität Babelsberg mit der Hochschule der Medien Stuttgart und der HALOSTAGE | ICT AG kümmert sich darum.
  • Evolution zum Ausprobieren Xinegear und cinegrell postfactory hielten in Berlin die Sony VENICE 2 zum Testen bereit. Wir waren dabei.
  • Qualitätsfragen Bernhard Herrmann hat sich mit der technischen Qualität des linearen Fernsehens in Deutschland beschäftigt.

FESTIVAL

  • Aus Sicht des Schnitts Gemeinsam und doch getrennt werfen Beatrice Babin und Evelyn Rack als Editorinnen zwei ganz unterschiedliche Blicke auf das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis.
  • Eigenes und Wahres Christine und Philippe Dériaz berichten von den 57. Solothurner Filmtagen.
  • Schnitt als Erzählung Die Gewinner beim 31. Deutschen Kamerapreis: Xenja Kupin und Michael Auer bekamen den Preis für den besten Schnitt bei einer Dokumentation, Bettina Böhler für den besten Schnitt bei einem Dokumentarfilm.

DIALOG

  • „Wie würde ich den Film machen?“ Auf dem 29. Camerimage Festival in Toruń tauchte DoP Jost Vacano gerade noch rechtzeitig auf, um den Preis für sein Lebenswerk entgegenzunehmen – und uns ein ausführliches Interview zu geben.
  • Weit und tief DoP Dan Laustsen setzte Guillermo del Toros neueste Vision „Nightmare Alley“ mit außergewöhnlicher Bildgestaltung in Szene. Wir sprachen mit ihm über sein Film-Noir-Licht und den Ausnahmeregisseur del Toro.
  • Nähe mit Augenmaß Im „Hinter der Kamera“-Podcast redet DoP Michael Kotschi mit Timo Landsiedel über seine Arbeit an „One of these Days“ und wie er früher an der Filmhochschule die dortige Freiheit für eigene Projekte nutzte.
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