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Zehn Jahre Canon Cinema EOS

Das Profil weiter schärfen

2011 startete Canon mit der EOS C300 die Erfolgsgeschichte der Cinema-EOS-Reihe. Zehn Jahre und zehn Kameras später erläutert Alexander Müller, Pro Imaging & B2B Sales Director DACH bei Canon, die Strategie hinter diesem Line-up, wie es sich in das Canon-Ökosystem von Cine-Objektiven, DSLM- und PTZ-Kameras einfügt und wo Canon die Entwicklungschancen sieht.

Wie ist die Pro-Imaging-Sparte von Canon durch das vergangene Pandemie-Jahr gekommen?
Ich könnte jetzt kurz antworten: sehr gut! Etwas ausführlicher – schon weit vor der Corona-Pandemie haben wir ja mit der Canon EOS C200 für die Cinema-Production, Dokumentationen und kleinere TV-Produktionen begonnen, unser Line-up auszubauen. In der Folge ging unser Video-Geschäft schon stetig nach oben. Im selben Jahr haben wir dann noch das Segment der Palmheld-Camcorder mit vier neuen Geräten der XA- und XF-Reihe erweitert. Dann folgte auf der IBC 2019 noch die EOS C500 Mark II. II. Wir hatten also vor Covid-19 bereits unsere Roadmap erneuert.

Im letzten Jahr haben wir dann die Cinema-EOS-Reihe mit der EOS C300 Mark III III ausgebaut und mit der EOS R5 und EOS R6 unsere Position bei den filmenden DSLM weiter gestärkt. Die EOS C70 mit RF-Mount war schließlich der neueste Zugang in unserem Line-up. In der Pandemie haben wir dann eine extrem gesteigerte Nachfrage nach Videostreaming und virtuellen Produktionen beobachtet, der wir uns gut gerüstet stellen konnten.

Die EOS C70 stellt ja mit ihrem technischen Setup so etwas wie ein Bindeglied zwischen der R-Serie und den Cinema-EOS-Kameras. Welche Strategie verfolgt Canon mit dem Ausbau dieser Serien?
Wir haben schon nach den ersten Cinema-EOS-Produkten bemerkt, dass sich die filmische Branche verändert und den damit verbundenen technologischen Herausforderungen wollten wir auf unsere eigene Art und Weise gerecht werden. Das war durchaus ein steiniger Weg, weil viele Filmer und DoPs aus der „manuellen“ Generation kommen und ein Feature wie unseren Dual Pixel Autofocus für den professionellen Bereich zunächst einmal kritisch sahen.

Wir haben aber durch gute Workshops und Hands-on-Sessions gezeigt, wie sauber und wie feinfühlig der Dual Pixel Autofokus arbeitet. Damit ist neben den etablierten DoPs auch eine neue Generation von jüngeren Filmern auf den Zug gesprungen, die alle neugierig auf die Möglichkeiten von neuen Technologien warenund darin erweiterte kreative Möglichkeiten sahen. Sprich: Wie kann ich mich vom Mainstream absetzen? Dazu brauche ich entweder andere Optiken oder andere Kameras, mit denen ich etwas anders in Szene setzen kann. Ich brauche Technik, bei der ich den Autofokus anders einsetzen kann oder wo die Rohdaten für das spätere Colorgrading besser sind.

Alexander Müller, Pro Imaging & B2B Sales Director DACH bei Canon (Bild: Foto: Alex Schelbert)

Wofür steht die Marke Canon bei diesen Anwendern?
Ich glaube, dass Canon in erster Linie für Sicherheit, Beständigkeit und System steht. Alles, was wir herausbringen, sind keine Experimente, bei denen ich nach einem oder zwei Jahren das gesamte Equipment wieder neu ersetzen muss. Wir sind in dieser Hinsicht keine Early Adopter von neuen Systemen, sondern unsere Technologien sind ausgereift, wenn sie auf den Markt kommen. Auch der RF-Mount, den wir entwickelt haben, ist natürlich auf der einen Seite innovativ, auf der anderen Seite haben wir ihn aber bewusst erst ein wenig später herausgebracht, weil wir mit der EOS R5 und EOS R6 das System ausbauen wollten.

Das ist sicherlich ein Thema, bei dem viele Anwender – und das haben wir in den letzten zwei Jahren verstärkt mitbekommen – auf uns aufmerksam geworden sind, weil wir mit unserem Systemgedanken viele neue Möglichkeiten geschaffen haben. Wir haben die Sumire Primes für das Vollformat herausgebracht, Cinema-Kameras mit unterschiedlichen Mounts, zuletzt mit der EOS C70, und das finden junge Filmer, die vielleicht vorher mit Kameras anderer Hersteller gearbeitet haben oder die aus dem YouTuber-Umfeld kommen und auf das nächste Level aufsteigen wollen, äußerst interessant – auch weil man zwischen einer spiegellosen EOS-R-Kamera und einer Cinema-EOS-Kamera wechseln und sie miteinander verknüpfen kann. Ich habe in vielen Gesprächen immer wieder gehört, dass jemand mit 16 Jahren angefangen hat, mit einer Einsteiger-SLR zu drehen und dass diese User dann nach einer Schleife zu den Mitbewerbern oftmals zu uns zurückkommen.

Canon hat ja mit der EOS 5D Mark II nicht nur die filmende DSLR erfunden, sondern auch die Entwicklung hin zum Vollformat im Bewegtbild mit angestoßen.
Das Thema Vollformat in der spiegellosen Fotografie und dann auch für Film ist ein Trend, der sich auch im Cinema-Bereich mit den hochauflösenden 1-Zoll-Sensoren mehr und mehr durchsetzt. Deshalb haben wir uns als führender Technologiehersteller von CMOS-Sensoren auch auf unsere Fahne geschrieben, diese Systeme in unsere Produkte zu integrieren, weil es ein Differenzierungsmerkmal ist, und so haben wir auch immer versucht, das Line-up so zu fokussieren, dass es eine klare Leiter gibt. Gewisse Überlappungen wird man da nie ganz vermeiden können, aber wir haben uns so aufgestellt, dass im Grunde ziemlich klar ist, für welche Anwendung in welchem Bereich welches Produkt das richtige ist. In den Gesprächen mit den Anwendern haben wir bei der EOS C500 und der EOS C700 wirklich nur mit größeren Produktionen oder Studios zu tun, sprechen dazu hier und da vielleicht einmal mit einem Dokumentarfilmer. Die setzen aber eher die EOS C200 und C300 ein und so hat sich unser Anwenderfeld sehr gut darauf eingestellt, dass in unserem Line-up für den jeweiligen Anwender auch das richtige Produkt mit den richtigen technischen Voraussetzungen auf dem Markt ist.

Die Wahl des Objektivs und des Looks, den eine Optik liefert, hat sich in letzter Zeit immer mehr zu einem bedeutenden Gestaltungsmerkmal entwickelt. Wie sieht Canon sich hier aufgestellt?
Auch wir merken, dass der optische Anspruch mehr und mehr steigt. Ganz klar: Durch die höhere Auflösung der größeren Sensoren ist für den Filmer und den DoP mittlerweile mehr denn je entscheidend, welche Optik er auf der Kamera hat. Das hat sich interessanterweise durch die Pandemie weiter verstärkt! Vielleicht liegt es daran, dass viele Drehreisen nicht möglich waren und so mehr Zeit übrig war, sich gezielt mit bestimmten Produkten auseinanderzusetzen.

Im Bereich der Cine Lenses entwickelt sich gerade eine sehr große Nachfrage. Man merkt, dass es ein großes Interesse daran gibt, mit mehr Kreativität und Experimentierfreude beim Bild das Publikum wieder in die Kinos zu bringen – und da hilft natürlich auch das Thema Cine Lenses. Wir werden diesen Bereich weiter ausbauen, wie wir es schon in den letzten Jahren getan haben.

Eine weitere Entwicklung ergibt sich aber durch das enorme Spektrum neuer RF-Objektive. Wir stehen da erst am Anfang und ich glaube, nach und nach werden die Anwender zunehmend vertraut damit werden, wie sich diese neuen Objektive mit RF-Mount einsetzen und auch kombinieren lassen. Wir hatten kürzlich ein Webinar mit dem BVFK über die EOS C300 Mk III und die EOS C70 und da war das Feedback der Filmer ganz eindeutig, dass sie die C70 am liebsten mit Adapter und den klassischen Cine-Lenses einsetzen. Trotzdem gibt es dort aber auch die Freiheit, sich jederzeit für eine RF-Mount-Optik zu entscheiden und so die Vielfalt zu nutzen, die wir in den nächsten Jahren mit den neuen Objektiven schaffen werden. Wir sehen Canon ganz klar auf dem Weg zu einem Vollsortiment-Anbieter in diesem Ökosystem.

Auf welchem Weg sieht Canon nach zehn Jahren die Cinema-EOS-Reihe?
Wir können noch nicht so ganz weit vorausschauen, aber der RF-Mount an der EOS C70 dokumentiert ganz gut, in welche Richtung es gehen wird. Es wird nämlich aus unserer Sicht zunehmend eine Vermischung zwischen spiegellosen Systemen und klassischen Cinema-Kameras mit dem gleichen Mount geben. Viele glauben, die verschiedenen Systeme würden sich gegenseitig kannibalisieren. Ich sehe das genau umgekehrt und glaube eher, das unterstützt die Vielfalt der Möglichkeiten beim Dreh. Ich würde nur in den seltensten Fällen mit einer EOS R5 oder EOS R6 einen kompletten Film oder eine vollständige Dokumentation drehen. Da würde ich eher auf die EOS C200 oder die C70 setzen, wenn man eine mobile und transportable Lösung sucht, mit der man Gewicht einspart.

Auf der anderen Seite kann ich natürlich trotzdem eine EOS R5 oder R6 für Spezialanwendungen im Outdoorbereich oder bei Fahraufnahmen als Ergänzung bei der Produktion einsetzen. Genau diese verschiedenen Anwendungen unterstützen wir mit diesem System, in dem übrigens durchaus auch unsere neue Reihe von PTZ-Kameras eine Rolle spielen kann, ebenso wie die neue XF605, die eine neue Generation in der XF-Reihe repräsentiert.

Wir sehen das als vollwertiges Canon-Ökosystem. In einer Produktion kann ich für eine Szene eine EOS R6 verwenden, für eine andere die EOS C200 oder vielleicht sogar eine PTZ-Kamera – und alles ist aufeinander abgestimmt. Das ist unser Ausblick auf die Zukunft, wo wir unser Profil und das Line-up weiter schärfen werden.


XF605: Kompromisslose Leistung

Die XF605 repräsentiert die nächste Generation der Canon XF Serie. Der für sein Leistungsspektrum äußerst kompakte Camcorder bietet 4K 60p/50p 4:2:2 10 Bit sowie Full HD mit bis zu 120 fps. Mit einem 1-Zoll-CMOS- Sensor und dem DIGIC-DV-7 Bildprozessor bedient dieser Camcorder das Leistungsniveau im professionellen Umfeld. Die XF605 bietet eine Vielzahl von benutzerdefinierten Bildoptionen, die an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden können – darunter HDR (HLG/ PQ), Canon Log3 und benutzerdefinierte Look Files.

Der 5-Achsen-Bildstabilisator stammt aus den Canon XF- und XA- Serien, somit liefert die XF605 auch bei dynamischen Aufnahmen einen ruhigem Bildstand. Es stehen vier IS-Modi zur Verfügung, die verschiedene Einstellungen in Standard, Dynamic und Powered IS kombinieren. In der Praxis lässt sich für jede Aufnahmesituation der beste und effektivste IS-Modus auswählen. Mit einem hoch vergrößernden 4K-Objektiv der L-Serie erreicht die XF605 einen 15-fach optischen Zoom in 4K und einen 30-fach erweiterten Zoom in Full HD. Die XF605 verfügt über die schnelle und präzise Canon Dual Pixel CMOS AF-Technologie mit EOS iTR AF X, die erstmals in der XF Serie den AF mit Augenerkennung sowie intelligenter Kopferkennung und -verfolgung bietet. Dieses Fokussystem sorgt dafür, dass eine Person auch dann scharf abgebildet wird, wenn sie sich von der Kamera abwendet. Mit der neuen Touchscreen- Bedienoberfläche lassen sich die zu fokussierenden Motive intuitiv auswählen und die Bildschirmeinstellungen, die Menüführung sowie die Wiedergabe steuern.


 

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