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DoP Tristan Oliver realisiert Hybrid-Projekt

Free Download: Tanz vor Grün, Blau und Gelb – DoP Tristan Oliver

DoP Tristan Oliver drehte den Ballettfilm „Coppelia“ nach E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“ komplett vor Green- & Bluescreen. MotionWorks in Halle gestaltete die Hintergründe in 2D und 3D und die animierten Charaktere in 3D. Bei VfX und Lightning kam die Unreal Engine zum Einsatz und ermöglichte intuitives Arbeiten. Gisela Wehrl hat für unser Heft 1–2.2022 mit fünf der beteiligten Gewerke gesprochen. Hier gibt es nun den kompletten Artikel zum kostenlosen Download!

PDF-Cover "Tanz vor Grün, Blau und Gelb

In dieser kleinen Stadt ist alles wunderbar: Die Cafébetreiberin Swan (Michaela De Prince) und Besitzer des Fahrradladens Franz (Daniel Carmago) kommen sich gerade näher, als deren Glück durch den Schönheitschirurgen Dr. Coppelius (Vito Mazzeo) und seine unwirklich schöne Muse Coppelia bedroht wird. Für das Märchen unter der Regie von Jeff Tudor, Steven de Beul und Ben Tesseur gestaltete MotionWorks in Halle die animierten Charaktere, hunderte Hintergründe in 2D und weite Teile der Sets, wie beispielsweise den Markplatz und ein Parkareal, in 3D, darunter die titelgebende Hauptfigur Coppelia. „Wir haben 21 Tage Live-Action-Dreh gehabt, und doch gibt es in diesem Film kein einziges Bild, das kein CGI-Shot ist“, erzählt Produzentin Romy Roolf von MotionWorks. „Alles geschieht in einer hundertprozentig virtuellen Welt.“ Und dazu kommt der Film komplett ohne Sprache aus.

Live-Action-Dreh

„Wir konnten die Charaktere komplett in eine animierte Welt setzen!“ Kameramann Tristan Oliver musste sofort an „Mary Poppins“ denken. Er hat das ungewöhnliche Projekt von Anfang an mitgemacht und war schon bei Wes Andersons „Der fantastische Mr. Fox“ dabei. Nach „Coppelia“ drehte er Ari Folmans „Where is Anne Frank“.

Bei „Coppelia“ war der DoP für die Live-Action-Elemente verantwortlich. Für mehrere 3D-Charaktere gab es Stand-Ins in blauen oder grünen Ganzkörperanzügen, zum Beispiel wenn Dr. Coppelius mit Coppelia tanzt, die später als 3D- Charakter animiert wurde. Während des Drehs war Oliver besonders fasziniert von der Disziplin des Niederländischen Nationalballetts, das die komplette Sommerpause 2019 für den Filmdreh opferte. Tristan Oliver schwärmt: „Sie fliegen meterweit durch die Luft und landen immer wieder auf genau demselben Punkt wie beim Mal zuvor.“

Riesiger Greenscreen

Oliver nutzte bei diesem Projekt den größten Greenscreen, mit dem er jemals gearbeitet hat: 90 Meter lang und etwa 14 Meter hoch, so dass sie mit der Kamera ein Blickfeld von 170 Grad abdecken konnten. Um die Maße festzulegen, gab es im Vorfeld einen Testdreh: „Wir haben schnell gemerkt, dass der Stoff vier Mal so groß wie geplant sein muss“, sagt der DoP. Die Größe des Screens zahlte sich später aus. „Ich konnte immer drehen und musste nie anstückeln“, erzählt Oliver. Für Außen Tag nutzte das Team Grün, für Innen beziehungsweise Nacht Blau. Beide Teile wurden blockweise gedreht, da der Umbau des Screens eineinhalb Tage in Anspruch nahm. [14989]


Hier können Sie den Artikel “Tanz vor Grün, Blau und Gelb” aus unserer Ausgabe 1–2.2022 kostenlos herunterladen!


 

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